Ast mit weißer Blüte

Übergabe Förderbescheid Wiedtalbad

Minister Marcus Klein überreicht Förderbescheid an Bürgermeister Pierre Fischer für die Sanierung des Wiedtalbades

Land unterstützt Zukunftsprojekt mit 4,5 Millionen Euro


Ein bedeutender Meilenstein für die Zukunft des Wiedtalbades ist erreicht: Der rheinland-pfälzische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien sowie Chef der Staatskanzlei, Marcus Klein, hat am Donnerstag einen Förderbescheid in Höhe von insgesamt 4,5 Millionen Euro an Bürgermeister Pierre Fischer übergeben.

Mit der Förderung unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die geplante Sanierung des Wiedtalbades in Hausen. Die Landesmittel setzen sich aus 4 Millionen Euro aus der Sportstättenförderung sowie weiteren 500.000 Euro als nachträgliche Fusionsprämie zusammen.

Das Wiedtalbad befindet sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach und zählt seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den wichtigsten Sport- und Freizeiteinrichtungen der Region. Jährlich besuchen rund 58.000 Menschen das Wiedtalbad. Darüber hinaus ist das Bad ein bedeutender Standort für Schwimmausbildung, Schulschwimmen, Vereinssport sowie Gesundheits- und Freizeitangebote.

Bürgermeister Pierre Fischer begrüßte die Förderzusage als wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Projekts:

„Wir sind sehr froh, den Förderbescheid nun endlich in den Händen zu halten. Die Förderung schafft für uns die notwendige Planungssicherheit, um die nächsten Verfahrensschritte einzuleiten und die Planungen weiter zu konkretisieren. Die Sanierung des Wiedtalbades ist das größte Projekt unserer Verbandsgemeinde der vergangenen Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, und für alle Beteiligten ein echter Kraftakt. Umso wichtiger ist die Unterstützung des Landes.“

Minister Marcus Klein betonte die Bedeutung der Maßnahme für die Region:

„Die Sanierung des Wiedtalbades ist ein bedeutendes Projekt für die gesamte Region. Schwimmen zu können ist eine grundlegende Fähigkeit und ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit unserer Kinder. Deshalb unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeinde bei dieser Investition jetzt mit Nachdruck. Mit dem Förderbescheid schaffen wir eine wichtige Grundlage dafür, dass dieses bedeutende Projekt nun weiter vorangebracht werden kann.“

Fischer hob zugleich die Bedeutung des Besuchs des Ministers hervor:

„Herr Minister Klein ist heute gerade einmal 31 Tage im Amt. Dass er bereits nach so kurzer Zeit nach Hausen kommt und uns persönlich den Förderbescheid überreicht, ist ein starkes Zeichen. Es zeigt, dass die Anliegen der Kommunen in Mainz nun endlich Gehör finden. Für mich steht dieser Termin zugleich für das neue Rheinland-Pfalz-Tempo, das wir bei vielen wichtigen Projekten dringend brauchen.“

Mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre ergänzte der Bürgermeister:

„Die langwierigen Prüfverfahren haben gezeigt, welche Auswirkungen Verzögerungen auf kommunale Projekte haben können. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Verfahren zu beschleunigen und Planungssicherheit für die Kommunen zu schaffen. Die heutige Förderzusage ist dafür ein ermutigendes Signal.“

Die Sanierung des Wiedtalbades fügt sich zugleich in die Zielsetzungen der neuen Landesregierung ein. Im aktuellen Koalitionsvertrag wird die Bedeutung des Schwimmens und insbesondere des Schulschwimmens ausdrücklich hervorgehoben. Das gemeinsame Ziel lautet: „Wir wollen, dass alle Kinder schwimmen lernen.“

„Wer dieses Ziel ernst meint, muss auch die notwendige Infrastruktur bereitstellen. Mit der Sanierung des Wiedtalbades schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche auch künftig wohnortnah schwimmen lernen können“, betonte Fischer.

Auch Landrat Achim Hallerbach begrüßte die Förderzusage als wichtiges Signal für die Region:

„Die Sanierung des Wiedtalbades ist eine Investition in Bildung, Gesundheit und Lebensqualität. Das Bad wird von Menschen aus dem gesamten Landkreis genutzt und ist insbesondere für das Schulschwimmen unverzichtbar. Die heutige Förderzusage ist deshalb ein starkes Signal – nicht nur für die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, sondern für den gesamten Landkreis Neuwied. Ich danke allen Beteiligten, die sich in den vergangenen Jahren mit großer Beharrlichkeit für dieses Projekt eingesetzt haben. Ein besonderer Dank gilt Bürgermeister Pierre Fischer, der das Thema zur Chefsache erklärt hat und sich mit seinem Amtsantritt zum Jahresbeginn mit Hochdruck um die Lösung gekümmert hat.“

Eine Herausforderung für das Projekt bleibt die Finanzierung des geplanten Lehrschwimmbeckens. Ende des Jahres 2025 zog die Else-Schütz-Stiftung ihre ursprünglich zugesagte Förderung in Höhe von 1,6 Millionen Euro zurück. Hintergrund waren insbesondere die langwierigen Prüf- und Genehmigungsverfahren der vergangenen Jahre. Die Verbandsgemeinde befindet sich jedoch weiterhin in konstruktiven und vertrauensvollen Gesprächen mit der Stiftung. Ziel bleibt es, gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, um das Lehrschwimmbecken als wichtigen Bestandteil des Gesamtprojekts realisieren zu können.

Neben dieser Herausforderung bleiben auch die gestiegenen Baukosten ein wichtiger Faktor. Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Verbandsgemeinde wird daher in den kommenden Wochen und Monaten weitere Optimierungs- und Einsparmöglichkeiten prüfen und mit den politischen Gremien abstimmen, um das Projekt wirtschaftlich und nachhaltig umzusetzen.

Im Rahmen seines Besuchs informierte sich Minister Klein gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und dem Wiedtalbad über den aktuellen Stand des Projekts. Auf dem Programm standen neben der Bescheidübergabe auch die Vorstellung der Sanierungspläne, ein Rundgang durch das Bad sowie Vorführungen eines Schwimmkurses der Grundschule Waldbreitbach.

Mit der Übergabe des Förderbescheides ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Projekts gelungen. Die Verbandsgemeinde wird die Planungen mit Nachdruck fortsetzen, um das Wiedtalbad langfristig als wichtigen Standort für Schwimmausbildung, Schul- und Vereinssport sowie Freizeit und Gesundheit zu sichern.